Krebsregister
 

Krebsregister

Was ist ein Krebsregister?
In einem Krebsregister werden Informationen zu Tumorerkrankungen gesammelt und systematisch abgelegt. Die Daten werden dabei in einer Datenbank gespeichert.
Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Krebsregister: das epidemiologische sowie das klinische Register.

Klinisch

Mit den klinischen Krebsregistern soll die Behandlung von Tumoren verbessert werden. Es werden dabei detailliert Daten sowohl zur Erkrankung als auch der durchgeführten Therapie erfasst. Durch Vergleiche der Daten kann ermittelt werden, welche Therapien bei bestimmten Krankheiten und in welchem Krankheitsstadium die beste Therapie gewährleisten. Ebenfalls kann so verglichen werden, ob die Erfolgsrate bestimmter Ärzte oder Krankenhäuser besser im Vergleich zum Durchschnitt ist. So kann dann nachgeprüft werden, was zu diesen besseren Ergebnissen der Therapie geführt hat.


Epidemiologisch

Mit dem epidemiologischen Krebsregister wird die Häufigkeit von Erkrankungen in bestimmten Regionen gesammelt und somit beobachtet. Dadurch kann z.B. ein häufigeres Auftreten von Tumorerkrankungen festgestellt werden. Ebenfalls kann eine zeitliche Häufung von Erkrankungen festgestellt werden. Werden Häufungen – sei es zeitlich oder regionsbezogen – festgestellt, können die Ursachen untersucht und im Idealfall etwas dagegen gemacht werden. Diese Art des Register wird in Deutschland länderbezogen geregelt.


Das Robert Koch Institut hat ein Zentrum für Krebsregisterdaten. Zu den Aufgaben:

Zitat: Im Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) werden die Daten der Landeskrebsregister gemäß Bundeskrebsregisterdatengesetz (BKRG) auf der Bundesebene zusammengeführt, qualitätsgeprüft, ausgewertet, bewertet und die Ergebnisse in Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Länder regelmäßig publiziert.

Krankenversicherungspflicht

Um bei jeglichen Erkrankungen eine Behandlung zu erhalten gibt es seit einigen Jahren eine Krankenversicherungspflicht in Deutschland.


Seit dem 01. April 2007 sind Personen, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben und der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht unterliegen, verpflichtet, sich zu versichern.


Zum 01. Januar 2009 wurde dieses Gesetz ausgeweitet und bezieht sich seit diesem Zeitpunkt auch auf den Personenkreis derer, die ebenfalls ihren ersten Wohnsitz in Deutschland haben und für die die Möglichkeit besteht, eine private Krankenversicherung abzuschließen. Zu dieser Personengruppe gehören Selbstständige, Angestellte, die über der Beitragsbemessungsgrenze liegen, und Beamte. Für diese Personengruppe bedeutet dieses Gesetz, dass sie, wenn sie arbeitslos werden und auf den Bezug von Sozialleistungen angewiesen sind, weiterhin verpflichtet sind, in der privaten Krankenversicherung zu bleiben. Dies hatte zur Folge, dass das Jobcenter nur einen Teil der Krankenversicherungsbeiträge gezahlt hat. Seit August 2011 wird jedoch die gesamte Beitragszahlung übernommen.


Jeder Krankenversicherer ist seit dem 01. Januar 2009 verpflichtet die Vorversicherung eines Antragstellers zu überprüfen. Ist diese nicht vorhanden oder lückenhaft, sind die privaten Krankenversicherer verpflichtet, eine Geldstrafe einzufordern. Die Höhe der Geldstrafe richtet sich nach dem Zeitraum, in dem der Versicherungsnehmer seiner Krankenversicherungspflicht nicht nachgekommen ist. Für zwei Monate bis einschließlich 6 Monate beträgt die Strafe je einen Monatsbeitrag. Ist ein Versicherungsnehmer seiner Krankenversicherungspflicht mehr als 6 Monate nicht nachgekommen, beläuft sich die Höhe der Geldstrafe auf 1/6 des jeweiligen Monatsbeitrages. Das höchste Strafmaß, für eine Person, die ihrer Krankenversicherungspflicht nicht nachgekommen ist, beträgt 14 Monatsbeiträge.
Zudem müssen seit dem 01. Januar 2009 auch bestimmte Mindestanforderungen bezogen auf den Krankenversicherungsschutz erfüllt werden. Der Selbstbehalt eines Versicherungsnehmers darf höchstens 5.000 Euro pro Kalenderjahr betragen. Zudem ist sowohl eine ambulante als auch eine stationäre Absicherung Pflicht. Die Absicherung von zahnärztlichen Behandlungen ist jedoch nicht zwingend notwendig.


Nichtsdestotrotz dürfen die privaten Krankenversicherer nach wie vor eine Gesundheitsprüfung vor Vertragsabschluss einer privaten Krankenversicherung durchführen. Sollte aufgrund des Ergebnisses der Gesundheitsprüfung kein Versicherungsschutz zu normalen Bedingungen möglich sein, besteht sowohl für den Versicherungsgeber als auch den Versicherungsnehmer die Krankenversicherungspflicht über den sogenannten Basistarif. Dieser Basistarif wurde im Zuge der Krankenversicherungspflicht ab dem 01. Januar 2009 für Personen, die sich privat versichern müssen, ins Leben gerufen. Er ist bezogen auf das Leistungsspektrum mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen vergleichbar.